Timo Hüther

Ich bin Timo, 30 Jahre alt und arbeite bei Arbeit und Leben Thüringen im Projekt „DigQu - On Demand“, ein Projekt zur Digitalisierung. Im Projekt begleiten wir ArbeitnehmerInnen, Betriebsräte und Gewerkschaften zum Thema der Digitalisierung. Also klassische gewerkschaftliche Erwachsenenbildung. Daneben engagiere ich mich ehrenamtlich im Projekt „LOVE-Storm“ gegen Hass im Netz.

 

Wo und wie bist du gewerkschaftlich aktiv?

Ich war während meines Studiums bei der DGB-Jugend und in der DGB-Hochschulgruppe in Jena aktiv. Dort haben wir vor allem hochschulpolitisch relevante, aber auch arbeitsmarktrelevante Themen, die mit der Hochschule zu tun hatten, bearbeitet. Jetzt gerade suche ich neue Anknüpfungspunkte auf der Erwachsenenebene, nicht mehr in der Jugend. Ich schaue mich gerade in meiner Gewerkschaft ver.di aber auch im DGB-Kontext um.

 

Was motiviert dich gerade für deine Ehrenamtsarbeit besonders?

Mich motiviert die Zusammenarbeit mit Menschen, die Lust haben, etwas zu bewegen und Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Zudem möchte ich Leute finden, die mit mir hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit auf einer Wellenlänge sind. Mich motiviert auch zu merken, nicht alleine zu sein und zu spüren, dass viele das Bedürfnis haben, für ein solidarisches Miteinander zu kämpfen. Gefühlte und gelebte Solidarität gibt mir die Hoffnung, dass man nicht allein im Kampf gegen Ungerechtigkeit und menschenverachtende Einstellungen ist.

 

Was findest du an Beratung gut?

Ich finde Beratung auf zwei Ebenen gut. Zum einen ist da der Blick von außen auf Probleme. Da man nicht selbst involviert ist, kann man den Leuten zielgerichteter helfen. Ich glaube, das hilft einem sehr und man kann die eigenen Gedanken besser sortieren.
Zum anderen finde ich gut, dass man Menschen keine Ratschläge gibt. Vielmehr kommen die Ideen, wie man Probleme lösen kann, von innen. Dadurch sind sie konsistent mit der eigenen Persönlichkeit. Man findet Lösungen für sich, die man selbst tragen kann.

 

In welchem Themenfeld kannst du besonders gut unterstützen?

Ich glaube, man muss kein Experte für spezielle Themen sein, um gut beraten zu können. Dennoch denke ich, dass ich vor allen Dingen im gewerkschaftlichen Kontext gut unterstützen kann. Ich kenne mich in den Strukturen aus und weiß auch um die Probleme, welche in der Ehrenamtsarbeit auftauchen können. Dabei finde ich es wichtig, dass man sich in die Situation einfühlen kann, um dann die richtigen Fragen zu stellen. Generell kann ich mir vorstellen, durch Moderation zu unterstützen, da ich denke, dass ich die Bedürfnisse von Beteiligten gut aufnehmen kann. Kollegiale Beratung finde ich auch sehr gut, da dabei im Team beraten wird.